Thripse gehören zu den meistgehassten Schädlingen der Landwirtschaft, da sie fast alle Obst- und Gemüsesorten fressen und so die Ernteerträge mindern. Gibt es also wirksame Bekämpfungsmethoden? Wie wendet man sie richtig an, um optimale Ergebnisse zu erzielen? Thripse sind schwer zu bekämpfen und vorzubeugen. Zunächst einmal ist das Wissen über die Eigenschaften der Thripse oft unzureichend, weshalb die richtige Vorbeugung so wichtig ist.
Thripse verstehen
Die einzelnen Thripse sind klein, ihre Körperlänge beträgt 0,5–2 mm und überschreitet selten 7 mm. Ihre Körperfarbe ist meist braun oder schwarz, sodass sie bei flüchtiger Betrachtung schwer zu entdecken sind. Die Nymphen sind weiß, gelb oder orange. Ihr Kopf ist leicht nach hinten gerichtet, ihre Mundwerkzeuge dienen dem Anritzen der Pflanzenepidermis und dem Aussaugen von Pflanzensaft. Thripse bevorzugen warmes und trockenes Wetter. Die optimale Temperatur liegt zwischen 23 °C und 28 °C, die optimale Luftfeuchtigkeit zwischen 40 % und 70 %. Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit können sie nicht überleben. Bei einer Luftfeuchtigkeit von 100 % und einer Temperatur von 31 °C sterben alle Nymphen.
Die Gründe, warum Thripse so schwer zu bekämpfen sind
(1) Schnelle Vermehrungsgeschwindigkeit: Thripse benötigen in der Regel nur 14 Tage vom Ei bis zum ausgewachsenen Tier. Der Generationswechsel erfolgt schnell und es kommt zu starken Überschneidungen, was leicht zu einer Massenvermehrung führen kann.
(2) Starke Tarnung: Thripse meiden Licht. Bei hohen Temperaturen und starkem Licht lauern die erwachsenen Insekten tagsüber in den Erdspalten und kommen nachts heraus. Die Larven schädigen die Unterseite von Blättern und Blüten und sind dabei schwer zu entdecken. Es ist schwierig, an die Tränke zu gelangen.
(3) Hohe Ausbreitungsfähigkeit: Thripse sind sehr klein und mit bloßem Auge kaum zu erkennen, aber die ausgewachsenen Tiere können gut fliegen und springen. Sobald sie sich bedroht fühlen, können sie mithilfe äußerer Einflüsse überallhin fliehen. Daher breiten sich Thripse nach ihrem Auftreten schnell aus und sind schwer vollständig zu beseitigen.
PProphylaxe und TBehandlung
(1) Hängende Heerwurm-Fangvorrichtungen: Heerwurm-Fangvorrichtungen sind der erste Schritt zur Schädlingsbekämpfung im Schuppen, da sie einen Schädlingsbefall frühzeitig erkennen und Insekten abtöten können. Die blauen Heerwurm-Fangvorrichtungen können im Schuppen aufgehängt werden, um Thripse zu fangen und zu töten. Die Anzahl der Fangvorrichtungen sollte der Schuppengröße angepasst werden (30–40 pro Mu). Die Höhe sollte dem Pflanzenwachstum angepasst werden; im Allgemeinen sollten die Fängvorrichtungen 15–25 cm über den Wuchsspitzen der Pflanzen aufgehängt werden.
(2) Bodenbehandlung: Da Thripse sich schnell vermehren und eine hohe Migrationsfähigkeit besitzen, empfiehlt sich vor der Pflanzung die Anwendung einer Mischung aus 5 % Beta-Cyfluthrin und 2 % Thiamethoxam GR. Nach dem gleichmäßigen Vermischen kann der Boden durch Besprühen, Einbringen in Furchen oder in Pflanzlöcher behandelt werden. Nach dem Auflösen im Boden verteilen sich die Thripse gleichmäßig um die Pflanzenwurzeln. Durch Kontaktwirkung werden die Pestizide in alle oberirdischen Pflanzenteile transportiert. Die Abtötung der für die Kulturpflanzen schädlichen Thripse beugt effektiv weiterer Schädigung und der Verbreitung von Viren vor und ist lang anhaltend wirksam.
(3) Saatgutbehandlung mit Medikamenten: Vor der Aussaat wurde das Saatgut mit einer 35%igen Thiamethoxam-Suspension behandelt. Das Saatgut wurde gleichmäßig mit dem Behandlungsmittel umhüllt. Nach dem Auflösen verteilte sich das Medikament gleichmäßig um das Wurzelsystem der Keimlinge. Es wurde durch interne Aufnahme und Leitfähigkeit in die oberirdischen Pflanzenteile transportiert und konnte so wirksam vor Thripsbefall schützen. Die Wirkungsdauer betrug mehr als 60 Tage.
(4) Schädlingsbekämpfung: Acetamiprid 20 % SP, Thiocyclam-Hydrogen-Xalat 50 % SP, Spinosad 24 % SC, Thiamethoxam 25 % WDG und Abamectin 1,8 % + Acetamiprid 3,2 % EC. Diese Insektizide wirken schnell und lang anhaltend. Da Thripse jedoch leicht Resistenzen entwickeln, muss bei ihrer Anwendung der Grundsatz der Schädlingsbekämpfungsmittelrotation beachtet werden. Abamectin 1,8 % + Acetamiprid 3,2 % EC wirkt durch Kontakt, Fraß, Aufnahme in die Haut und Begasung. Es dringt tief in die Blätter ein, tötet Schädlinge unter der Epidermis und hat eine lang anhaltende Wirkung. Es ist ein hochwirksames Insektizid, das speziell zur Bekämpfung von stechend-saugenden Insekten eingesetzt wird. Gleichzeitig wirkt es auch gegen Milben und Schildläuse. Es handelt sich um ein neuartiges, hochwirksames Insektizid gegen Blattläuse und Milben. Es bietet eine gute Schädlingsbekämpfung. Thripse sind lichtscheu und halten sich daher tagsüber inaktiv, während sie nachts aktiv werden. Tagsüber verstecken sie sich in Blüten oder Erdspalten und schädigen Gemüse nicht. Sobald es dunkel wird, kommen sie hervor und befallen die Pflanzen. Daher ist die beste Behandlungszeit nach Einbruch der Dunkelheit am Abend.
Kurz gesagt, die Vorbeugung und Bekämpfung von Thripsen basiert auf den Eigenschaften dieser Insekten – ihrer blauen Färbung und Lichtscheu – und kombiniert diese mit dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Zusätzlich sollte man nicht nur die Umgebungsbedingungen anpassen, sondern auch die Belüftung verbessern, um einen verstärkten Schädlingsbefall zu vermeiden.
Veröffentlichungsdatum: 12. Mai 2021



