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Symptome der Braunfleckenkrankheit bei Reis

Die Braunfleckenkrankheit des Reises befällt verschiedene Teile der Reispflanze, darunter Blätter, Blattscheiden, Stängel und Körner.

  1. BlätterIm Frühstadium bilden sich kleine braune Flecken auf den Blättern, die sich allmählich zu kreisrunden oder ovalen Läsionen mit einem Durchmesser von typischerweise 1–2 Millimetern vergrößern. Die Flecken haben braune Ränder und ein gräulich-weißes bis gelbbraunes Zentrum, oft umgeben von einem gelben Hof. Bei hoher Luftfeuchtigkeit kann sich auf den Flecken schwarzer Schimmel bilden. In schweren Fällen können die Läsionen zusammenfließen, was zum Welken und Vergilben der Blätter führt.
  2. BlattscheidenDie Läsionen an den Blattscheiden ähneln denen an den Blättern, sind aber in der Regel größer und dunkler. Die Flecken können sich ausbreiten und die gesamte Blattscheide bedecken, wodurch diese braun wird und verfault.
  3. StängelEs bilden sich braune, längliche Läsionen an den Stängeln, und in schweren Fällen können die Stängel brechen, was das Wachstum und die Entwicklung der Pflanze beeinträchtigt.
  4. GetreideEs bilden sich braune Flecken auf den Spelzen des Reises, und in schweren Fällen kann die gesamte Spelze bedeckt sein, was die Qualität und den Ertrag des Reises beeinträchtigt.

Reisbraunfleckenkrankheit

Krankheitszyklus

  1. KrankheitserregerquelleDer Erreger der Braunfleckenkrankheit des Reises ist Bipolaris oryzaeDieser Pilz überwintert als Myzel oder Konidien in infiziertem Reisstroh, -samen und anderen Wirtspflanzenresten. Unter günstigen Bedingungen produziert der Erreger Konidien, die als primäre Infektionsquelle dienen.
  2. Umweltfaktoren:
    • Temperatur und LuftfeuchtigkeitDie Krankheit tritt am ehesten unter warmen, feuchten Bedingungen auf und breitet sich aus. Die ideale Temperatur für das Wachstum des Erregers liegt zwischen 25 °C und 30 °C bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von über 90 %. Anhaltend regnerisches, heißes und feuchtes Wetter während der Reisanbausaison begünstigt die Krankheit.
    • LichtUnzureichendes Sonnenlicht schwächt die Reispflanzen und erhöht das Infektionsrisiko. Beispielsweise können bewölktes Wetter und geringe Lichtverhältnisse in den späteren Wachstumsstadien des Reises die Photosynthese verringern, die Pflanzen schwächen und sie anfälliger für Krankheitserreger machen.
  3. Anbau- und Bewirtschaftungsfaktoren:
    • Unsachgemäße BefruchtungReispflanzen, denen Stickstoff oder Kalium fehlt, sind anfälliger für die Braunfleckenkrankheit, während eine Überdüngung mit Stickstoff das Nährstoffgleichgewicht stören und die Krankheit verschlimmern kann.
    • BewässerungspraktikenLängere, tiefe Bewässerung verringert die Bodendurchlüftung, hemmt das Wurzelwachstum und schwächt die Pflanzen, wodurch die Infektionsanfälligkeit steigt. Auch mangelhafte Drainage führt zu hoher Luftfeuchtigkeit auf dem Feld und schafft so günstige Bedingungen für das Wachstum und die Ausbreitung von Krankheitserregern.
    • PflanzdichteHohe Pflanzdichten verringern die Luftzirkulation und den Lichteinfall, schwächen das Pflanzenwachstum und erhöhen das Krankheitsrisiko.
    • Kontinuierlicher AnbauDer kontinuierliche Reisanbau ermöglicht es dem Krankheitserreger, sich im Boden anzusammeln, wodurch sich die Krankheit mit jedem Jahr verschlimmert.

Krankheitszyklus

Kontrollmethoden

  1. Landwirtschaftliche Praktiken:
    • Resistente SortenDer Anbau von gegen die Braunfleckenkrankheit resistenten Reissorten kann das Auftreten der Krankheit deutlich verringern.
    • FruchtfolgeDurch den Fruchtwechsel von Reis mit Nicht-Gras-Kulturen wie Sojabohnen, Erdnüssen oder Gemüse kann die Ansammlung von Krankheitserregern im Boden verringert und das Infektionsrisiko gesenkt werden.
    • SaatgutbehandlungVor der Aussaat sollten die Samen desinfiziert werden. Dazu gehören das Einweichen der Samen in etwa 50 °C heißem Wasser für 30 Minuten mit anschließendem sofortigen Abkühlen oder die Verwendung von Fungiziden wie Prochloraz zur Saatgutbehandlung.
    • Außendienstmanagement:
      • Verwenden Sie ausgewogene Düngemittel und vermeiden Sie einen Stickstoffüberschuss. Ein empfohlenes Verhältnis ist Stickstoff:Phosphor.

        Im Verhältnis 2:1:1,5, angepasst an die Bodenfruchtbarkeit und das Pflanzenwachstum. Organische Düngemittel können ebenfalls eingesetzt werden, wobei 1000–1500 kg pro Hektar eine geeignete Menge darstellen.

      • Verwenden Sie geeignete Bewässerungsmethoden, wie z. B. flaches und häufiges Bewässern, und vermeiden Sie lang anhaltende Tiefenbewässerung. Lassen Sie die Felder zu geeigneten Zeitpunkten abtrocknen, insbesondere während der Bestockungsphase und vor der Ernte.
      • Die Pflanzdichte sollte an die Bodenfruchtbarkeit und die Sorteneigenschaften angepasst werden, um eine gute Luftzirkulation und Lichteinwirkung auf dem Feld zu gewährleisten.
  2. Chemische Kontrolle:
    • Vorbeugendes SprühenWährend der Bestockungs- und Ährenbildungsphase sollten Fungizide wie z. B. gespritzt werden. Tricyclazol, Propiconazol oder Prochloraz alle 7-10 Tage, für beste Ergebnisse 2-3 Mal wiederholen.
    • HeilbehandlungWenn Krankheitsausbrüche festgestellt werden, sollten Fungizide wie beispielsweise eingesetzt werden. Azoxystrobin-Propiconazol oder TebuconazolDie Dosierung und Sprühhäufigkeit sollten erhöht werden. Die Sprühbehandlung sollte alle 5–7 Tage erfolgen und 2–3 Mal wiederholt werden, um die Ausbreitung einzudämmen.

Veröffentlichungsdatum: 16. Oktober 2024
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